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  • Fondation Brigitte Bardot
  • ...Fortsetzung in Marrakesch

Gebet der Tiere in Marrakech

Bitte – gib mir genug zu fressen

gib mir genug zu trinken
lass mich nicht in glühender Sonne stehen.

Bitte – gib mir ein sauberes Lager


schlage und trete mich nicht
und reiss nicht wütend an meinen Zügeln
sondern sprich mit mir, damit ich Dich verstehe.

Bitte – prüfe meine Zähne wenn ich nicht fresse

prüfe meine Hufe wenn ich lahme
pflege mein Fell
und behandele meine Wunden,

Bitte – gib mir Medikamente bei Krankheiten und Infektionen.


Und am Ende meiner Tage lass mich nicht leiden
und setze mich nicht aus –
sondern bring mich bitte zum Gnadenhof
der Fondation Helga Heidrich SOS Tiere in Not

DANKE



Maultier
Esel

Liebe Tierfreunde!


Soll ich oder soll ich nicht?
Diese Frage beschäftigte mich unendlich im vergangenen Jahr.
Gemeint ist, die Gründung einer Tierschutzorganisation - ja oder nein?
Soll ich nicht, würde für mich bedeuten: mit verschlossenen Augen durch Marrakech fahren. Bei jeder Tierquälerei den Kopf wegdrehen und die Augen noch fester verschließen.
Und alle meine Tiere, was soll daraus werden?
Wie bisher aus eigener Tasche finanzieren?
Abgeben? Verkaufen? Nein - nur über meine Leiche.!!
Soll ich doch, würde bedeuten: täglich und lückenlos für die Tiere da zu sein. Denn hier wird eine Tierschutzorganisation nicht in Luxusetagen mit einer Schar von Mitarbeitern, tollen Autos, rauschende Feste und Galas, etc. praktiziert - sondern es bedeutet eine fast lückenlose Präsenz bei Wundbehandlungen, OPs, Impfungen, Zecken- und Ungezieferbehandlungen, Verhandlungen mit den Tierbesitzern. Ebenso bei kranken Tieren Nachtwache halten und am nächsten Morgen ausgeruht und perfekt geschminkt wieder Geld verdienen, damit finanziell alles funktioniert.
Mit diesem Für und Wider kämpfte ich eine Zeitlang.
Doch wie aus heiterem Himmel wurde mir die Entscheidung abgenommen. In Paris besuchte ich die Aktion: Weihnachten für Tiere, organisiert von der Brigitte Bardot Stiftung.
Ich wurde Brigitte Bardot vorgestellt und nachdem sie erfuhr, dass Lucky-Boy (das von ihr gerettete Pferd) bei mir lebt, umarmte sie mich spontan und bedankte sich so herzlich, das ich tief beeindruckt war.
Diese wunderbare Frau und phänomenale Tierschützerin freute sich über die Rettung eines einzelnen Tieres so sehr, dass diese wunderbare Geste mir Mut gab: anzufangen, weitermachen und zu kämpfen!
Und die Antwort auf meine Frage: soll ich oder soll ich nicht, lautet:
Ja, ich will!



Helga Heidrich 2004



Brigitte Bardot
  Brigitte Bardot

........Fortsetzung in Marrakech


Alltags Szenen


Bezüglich Tierschutz und artgerechte Tierhaltung herrscht in Marrakech eine unbeschreibliche Misere. Die "Tierzustände" sind mit Worten nicht zu beschreiben, es ist einfach grausam. Besonders betroffen sind die Arbeitstiere: Esel, Maultiere und Pferde. Auf den Straßen und in den Souks erleben wir täglich grausame Szenen:


    • Die Tiere haben offene, eiternde Wunden und müssen arbeiten bis sie umfallen.

    • Fliegen bedecken die Wunden, keine Medikamente.

    • Nachts werden die Tiere auf Müllkippen geschickt um sich ihr Futter zu suchen.
      Wasser???? wird bei 40° im Schatten mal vergessen!

    • Stacheldraht als Zaunzeug.

    • Die Gedärme treten wegen der Überbelastung aus dem After.

    • Um höhere Geschwindigkeiten zu erreichen, werden Nägel und angespitzte Hölzer in die Flanke gestoßen bis sie bluten oder Fußtritte in die Genitalien.

    • Die Karren sind oft so überladen, dass die Tiere zusammenbrechen und werden dann mit Fußtritten wieder auf die Beine gezwungen.



Ist das "Arbeitsmaterial Tier" verbraucht wird es irgendwo abgestellt oder ausgesetzt. Die Besitzer, sind nicht bereit zu verhandeln, geschweige zu akzeptieren, dass die Tiere hospitalisiert und behandelt werden müssen. Und..und..und… Wir versuchen ein Maximum an Hilfe zu leisten, doch ist das alles nur der so genannte Tropfen auf dem heißen Stein- wir brauchen Hilfe, damit diese Tierquälereien schnellstens der Vergangenheit angehören.