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Fondation Helga Heidrich SOS Animaux
und Gnadenhof

Marrakesch/Marokko

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RETTUNGSAKTIONEN

Eine unserer Hauptarbeit liegt in den leider viel zu regelmäßig stattfindenden Rettungsaktionen von Tieren in und um Marrakesch. Vielen Tieren konnten wir so schon helfen und ihnen ein neues Zuhause auf unserem Gnadenhof geben.

Die ausführlichen Geschichten von Felix, Jack, Mabrouk und den anderen Tieren sind nur ein kleiner Ausschnitt unserer Rettungsarbeit. Die beschriebenen Einzelschicksale gehen unter die Haut, aber es lohnt ein genauerer Blick.

FELIX
August 2016: Ein junger Esel, schwerst am Bein verletzt, sollte bei mörderischen Temperaturen (zwischen 40 – 50 °) lebendig in der Einöde ausgesetzt und somit den wilden Hunden zum Frass vorgeworfen werden.

In letzter Sekunde konnten wir dieses grauenvolle Vorhaben unterbinden und Felix (so tauften wir ihn) wurde zu uns gebracht. Der provisorische Transport führte Felix auf den Gnadenhof und er bekam sofort Wasser und Heu.

Das halbverhungerte Eselchen vergaß seine Schmerzen und fraß und fraß – er musste wohl länger ohne Nahrung gewesen sein. Seine Verletzung wurde behandelt. Leider muss noch eine OP erfolgen.

Felix wünscht sich sehnlichst einen Paten.

POOR BOY
Ich kam in den Wäldern des Atlasgebirges zur Welt. Wir waren eine glückliche Gruppe, bis die Wilderer kamen. Sie töteten unsere Mütter und wir wurden zu einem Ort namens Marrakech geschmuggelt. Dort begann das Martyrium. Unter Gewalteinfluss lernten wir Purzelbäume zu schlagen. Tagein, tagaus mussten wir auf dem Gauklerplatz „Djamel el Fnaa“ Geld verdienen – zur Touristenbelustigung. Eines Tages erhielt ich fürchterliche Stockhiebe, mein Rücken schmerzte und ich konnte  meine Akrobatik nicht mehr vorführen. Der Dompteur bekam einen Wutanfall, gab mir Fußtritte und ich musste in eine enge Kiste. Und das war dann mein Zuhause – jahrein, jahraus.

Doch ich hatte Glück im Unglück! Ein Monsieur sah mich und machte einen Skandal wegen mir. Ich wurde aus meinem Gefängnis befreit und man fuhr mich zum Tierkrankenhaus. Momentan lebe ich in einem Hundezwinger und ein freundlicher Mann gibt mir zu Trinken und zu Fressen. Ich habe jetzt auch einen Namen: Poor Boy!

Hoffnung macht sich breit, denn ich hörte, dass ich zum Gnadenhof der Fondation kommen soll. Leider muss meine Unterkunft erst gebaut werden, da es keinen freien Platz für mich gibt. Was für ein riesiges Glück, ich werde dort neue Affen-Freunde haben und täglich frisches Fressen und Wasser.

SIMSIM
Der kleine Raubvogel erlitt ein grausames Schicksal. Kinder plünderten das Nest. Dank eines Jugendlichen wurden zwei Küken gerettet. Leider kam für seinen Bruder jede Hilfe zu spät, aber Simsim gedeiht und wächst.

SMOKY
Smoky, eine massakrierte Eselin wurde von einem Bauer zu uns gebracht und wollte das Tier umgehend wieder zur Arbeit benutzten. Er wollte nicht verstehen, dass dieses Tier eine tierärztliche Behandlung benötigte. Da gab es nur eine Lösung: Smoky musste gekauft werden. Ein Spendenaufruf bewirkte, dass Tierfreunde umgehend die Kaufsumme von 150 € plus Tierarztkosten 170 € spendeten und Smoky wurde gekauft.

Smoky, unser poor little Girl, hatte eine erneute Pechsträhne: Nachdem die Bisswunden gut verheilt waren, wurde festgestellt, dass sie tragend war. Leider fanden wir eines Morgens eine Totgeburt mit zusätzlichen Komplikationen. Unser Tierarzt war sofort vor Ort und Smoky wurde ein zweites Mal gerettet. Nach einer kurzen Behandlungsphase, ist Smoky endlich wieder gesund und wir hoffen, dass sie es bleibt. Das ist alles was wir ihr und uns wünschen.

JACK
In meiner langjährigen Tierschutzzeit habe ich viel gesehen und erlebt. Grauenvolles und Schönes – doch Jacks Geschichte ist unfassbar …
Ist der Hund nicht ein guter Freund von uns Menschen? Eines Morgens stand ein Mann vor der Pforte und meinte: „Hier, das ist Jack – ich will ihn nicht mehr!“ Und verschwand. Ich bin selten sprachlos, doch beim Anblick von Jack fehlten mir die Worte. Ein lebender Kadaver – der einmal ein Schäferhund war – sah mich flehend an. Er war in eine Olivenkiste gepfercht und ich sah nur ein wenig Fell und eiternde Wunden und vor allem seine Augen. Schnell ließ ich einen Raum räumen und als Jack sich aus der Kiste gequält hatte fiel er sofort wieder um! 11 kg Hund. Meine Kommentare, möchte ich nicht wiederholen! Ich habe noch nie einen Hund gesehen, der sich vor Hunger selbst anfrißt. Grauenvoll! Zunächst gab ich Jack Wasser – er leerte sofort 3 Näpfe. Dann gab es Miniportionen zu Fressen, doch er konnte nur Dosenfutter herunterschlingen, da er zu schwach zum kauen war. Dann war der Raum in Sekundenschnelle von unzähligen Zecken übersät. Nun kam die schwierigste Prozedur: da der Hund fast nur aus eiternden Wunden bestand, konnte ich ihn nicht mit Zeckenmittel besprühen. Also deckte ich zunächst die Wunden ab und behandelte dann die Zecken-, Flöhe- und Läuseplage.

Nach drei Tagen stellten sich die ersten Erfolge ein. Ebenso verschwand der penetrante Uringestank nach einigen Tagen – da die Organe langsam wieder ihre normale Funktion übernahmen. Nach drei Wochen intensiver Pflege und Betreung, stellten sich die ersten Erfolge ein: Jack verlässt freiwillig den Raum und kann schon wieder einige Meter laufen und er freut sich, zum ersten Mal, schwanzwedelnd auf seine Streicheleinheiten.

Jack, in wenigen Wochen bist du wieder ein Hund. Entschuldigung – für die Qualen, die dir von Menschen angetan wurden!

APOLLO
Ein lebendes Skelett sollte zum Schlachter. Er war so abgemagert, dass er sich aus eigener Kraft nicht erheben konnte. Er wurde gekauft und gefüttert. Monatelang halfen wir ihn täglich auf die Beine. Dann geschah ein Wunder: eines Morgens erhob sich Apollo von alleine und fraß. Apollo, der früher Skelett hieß, ist gesund und munter.

ROCKY
Ich bin ein Wunderhund! Mein Besitzer brachte mich in einem zugeschnürten Plastiksack zum Gnadenhof. Da ich gelähmt war wollte er mich nicht mehr sehen. Helga brachte mich zu Dr. Lamrani, ich wurde geröntgt und bekam einige Injektionen, diese Behandlung dauerte einige Wochen. Während dieser Zeit konnte ich mich nur mit einer Gehhilfe fortbewegen, das fand ich nicht gut. Doch ich habe dann alle weiteren Behandlungen ohne Jaulen ertragen.

Das Ergebnis: nach einigen Monaten konnte ich wieder laufen und jetzt laufe ich und laufe und laufe …

MABROUK
Unser Esel Mabrouk hat eine traurige Geschichte hinter sich. Er ist auf der Straße zusammengebrochen und hatte schwerste Verletzungen am Rücken. Nach langer Pflege und viel Liebe, kann er nun seinen Lebensabend auf dem Gnadenhof verbringen.